GAP – Analyse

GAP - Analyse - strategische und operative Lücken schließen

Beachten Sie die Lücke!

Die GAP-Analyse ist eine weitere wichtige Methode der strategischen Informationsgewinnung. Die Grundlogik hinter der Analyse ist mögliche Zielabweichungen „vorherzusehen“. Durch ein frühzeitiges entgegenwirken von Strategieveränderungen kann somit deren Eintreten verhindert werden. Es soll ein Soll-Wird-Vergleich anstatt ein Soll-Ist-Vergleich stattfinden. Dadurch können Ziellücken frühzeitig erkannt und geschlossen werden. 

Zu Beginn der methodischen Vorgehensweise einer Gap-Analyse ist die Bestimmung eines Zeitwertes notwendig. Zum Beispiel der Gewinn oder der Umsatz, welcher den Unternehmenserfolg abbildet. Die Ist-Werte bauen auf den Zeitwert auf und werden in die Zukunft projiziert. Die Grundlage der projizierten Ist-Werte ist die Annahme, dass die aktuellen Unternehmensaktivitäten realisiert und ohne grundlegende Veränderungen der Unternehmenspolitik weiterbetreiben werden. Als aktuelle Unternehmesaktivitäten werden die Basisgeschäfte, mit den bestehenden Produkten auf den bisher bestehenden Märkten verstanden. Die hochgerechneten Ist-Werte werden dann den Werten der geplanten Unternehmensentwicklung gegenübergestellt.

Bei der GAP-Analyse werden die zeitlich vorlaufenden Ergebnisindikatoren zur Schätzung des Zielerreichungsgrades genutzt. Um genau zu sein, im Sinne von Ursachen der Zielerreichung. Zur Ermittlung der Indikatorprägungen werden die strategischen Umweltinformationen aus der Früherkennungs– und Szenarioanalyse benötigt. Zusätzlich müssen indikatorbasiert Zielleitlinien gebildet werden, die die angestrebte Entwicklung der Zielgrößen anzeigen.

Lücke bzw. GAP

Differenz zwischen Zielleitlinien und prognostizierter Zielerreichungslinie

Die Gap-Analyse unterscheidet zwischen der strategischen und der operativen Lücke. Die strategische Lücke spiegelt den Abstand zwischen der möglichen Entwicklung bei optimalen Vorgehen und dem geplanten Ergebnis. Die Lücke (GAP) kann nur durch strategische Entscheidungen verkleinert bzw. geschlossen werden. Möglich ist das durch neue Produktlinien, Erweiterungen des Portfolios oder die Erschließung neuer Absatzmärkte.

Bei der operativen Lücke wird zwischen der „Leistungslücke“ und der „Wettbewerbslücke“ unterschieden. Diese Lücken können durch gezielte Optimierung geschlossen werden. Dazu zählen unter anderem die Ausnutzung aller vorhandenen Ressourcen im Unternehmen oder auch die Ausnutzung aller möglichen Rationalisierungsprozesse.

Die Gap-Analyse zeigt Änderungen in den Rahmenbedingungen der Planung an.

Folgende Dinge sind zu berücksichtigen:

  • Sind die Strategien noch zielwirksam, also effektiv?
  • Sind die Rahmenbedingungen bezüglich der zukünftigen interner und externer Anforderungen noch sinnvoll?
  • Sind die Ziele selbst bezüglich zukünftiger Chancen und Risiken noch angemessen?

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